EXPO 2015: Tipps

Expo Milano 2015Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2015 findet die Weltausstellung Expo zum Thema Den Planeten ernähren, Energie für das Leben in Mailand statt. Am Samstag, dem 23. Mai, haben mein Freund und ich sie besucht. Hier sind einige Tipps dazu:

– Mit dem Zug direkt nach Expo –> Sowohl die staatliche Eisenbahngesellschaft Trenitalia als auch die Privatbahn Nuovo Trasporto Viaggiatori (NTV – Italo) ermöglichen mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen, die Ausstellung direkt, schnell und dazu noch billig zu erreichen. Die Endstation heißt Milano Expo Rho-Fiera. Um ein paar Euro zu sparen, kann man auch in Milano Rogoredo oder Milano Porta Garibaldi umsteigen und einen Regionalzug oder die Ubahn nehmen, mit den höchstwarscheinlichen italienischen Verspätungen muss man aber  rechnen.  Was das Auto betrifft, kann man mit 12,20 € einen Tag lang parken: Der Parkplatz kann aber von 500 Meter bis zu 10 Kilometer vom Ausstellungsgelände entfernt liegen und muss schon vorher gebucht werden. Also lieber grün fahren!

– Wochentage definitiv lieber als Wochenende –> Am Wochenende meldet die Expo die meisten Besucher, und natürlich wachsen die Schlangen vor den meisten Pavillons. An einem Samstagsnachmittag kann eine Schlange bis zu 1,5 Stunden dauern.

-Pünktlich zur Öffnungszeit da sein –> Von 10:00 bis 23:00 an Wochentagen und von 10:00 bis 24:00 am Wochenende ist die Expo offen. Um 10:30 Uhr war die Schlange am Westeingang so lang:Schlange am Westeingang um 10:30 UhrEs hat ca. 15 Minuten gedauert, bis wir drinnen waren. An allen vier Eingängen der Ausstellung werden Besucher vor dem Betreten einer Sicherheitskontrolle unterzogen, die der an Flughäfen durchgeführten Personen- und Gepäckkontrolle gleicht.

– Die eigene Tour muss schon klar im Kopf sein –> Auf den Decumanus (die Hauptstraße) rumzulaufen und sich zu diesem oder dem anderen Pavillon verlocken zu lassen ist keine gute Idee. Vor allem wenn man nur einen Tag zur Verfügung hat. Wichtig ist also schon vorher zu wissen, welche Pavillons man unbedingt besuchen möchte und wo sie liegen. Eine Karte der Ausstellung kann man auf Italienisch und Französisch auf der Expo-Webseite heruntergeladen werden. Spätestens sind Karten auf verschiedenen Sprachen auch am Eingang der Ausstellung kostenfrei zu finden.

– Die Top-Pavillons zuerst! –> Japan, Italien, Brasilien, Thailand, die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko, Kazakistan und Pavillion Null sind einige der Pavillions mit den meisten Besuchern. Wer nicht zu lange warten möchte, sollte sich direkt am Vormittag in der Schlange anstellen. Denn am Nachmittag wird die Wartezeit definitiv nicht besser! Eine gute Nachricht gibt es aber: In den kommenden Wochen sollten sich immer mehr Länder an den Pavillon Schweiz anpassen, welcher ihren Besuchern auf dessen Webseite schon anbietet, ein kostenfreies Ticket mit Zeitfenster zu bestellen, um die Schlange zu minimieren.

-Nicht zu viel Essen mitnehmen –> Alle Pavillon haben ein Restaurant, ein Café oder einen kleinen Supermarkt, die einfach zu verlockend sind. Außerdem passiert nicht alle Tage, Delikatessen aus fernen Länder wie Indonesien oder Iran kosten zu können. Die Preise haben wir in Ordnung gefunden: maximal 2 Euro mehr als der Normalpreis. Der Schatten des gemütlichen Picknickplatzes hinter dem Pavillon Obst und Hülsenfrüchte kann man trotzdem irgendwann am Tag genießen.

– Bequeme Schuhe anziehen –> Doch gibt es Sitzmöglichkeiten in fast jedem Pavillion und doch steht ein Shuttle-Service kostenlos zur Verfügung. Trotzdem hat das Expo-Gelände eine Fläche von c.a einer Million Quadratmetern und der Decumanus allein erstreckt sich über 1,5 Kilometer. Schmerzende Fußsohlen sind also am Abend garantiert. Um den Ausflug zu retten, sind bequeme Schuhe notwendig!

– “People Mover” nutzen –> Das Shuttle-Service “People Mover” fährt alle 7 Minuten und besteht aus 10 Haltestellen:Haltestellen People MoverSehr nützlich ist es vor allem, wenn man die Ausstellung verlassen möchte und muss beispielweise vom Osten wieder nach Westen zurückkehren, um den Zug zu nehmen. Zu Fuß bräuchte man allein vom Pavillon Null bis zur U-Bahn 20 Minuten!

– Für Nepal spenden –> Spendenboxen für die Opfer des tödlichen Erdbebens in Nepal sind sowohl im Pavillon Nepal als auch in der Mitte des Decumanus. Am 23. Mai war der Pavillon verständlicherweise noch nicht geendet, und trotzdem von Neugierigen überfüllt. Lieber keine Zeit in einer sinnlosen Schlange zu verschwenden, und direkt das Geld in die große Box vor den Pavillons Frankreich und Rumänien im Decumanus werfen.

Eintrittskarte behalten –>  Drehkreuze muss man auch beim Ausgehen durchgehen. Wenn man die Eintrittskarte schon im Hand hat, läuft das relativ schnell. Ansonsten muss man einen Beschäftigten vor Ort um Hilfe bitten.

– Erwarte vom Thema nicht zuviel, dann wirst du auch nicht enttäuscht –> Von den ausstellenden Ländern wird man, ehrlich gesagt, beim Expo nicht Vieles erfahren. Denn in den Pavillons werden meistens Videos gezeigt, die eher einem werbenden als einem informativen Zweck dienen. Eher als eine Ausstellung ist Expo eine Mischung zwischen einem Freizeitpark und einem Basar. Trotzdem lohnt sich ein Besuch sehr: Die Bauwerke sind einfach grandios und eine lebendige Internationalität ist deutlich zu spüren. Nicht zu verpassen sind dazu die Veranstaltungen, die jeder Pavillon anbietet: Im Pavillon Vietnam (wo es ansonsten nichts zu sehen gibt) spielt man beispielweise von Dienstag bis Sonntag um jeweils 11, 14 und 17 Uhr traditionelle Musik; beim Baum des Lebens gibt es jede Stunde eine Wasser- und Lichtshow; und am Nationalfeiertag eines Landes (wir hatten das Glück, am Nationalfeiertag Marokkos dabei zu sein) wird durch Musik und Tanzen besonders gefeiert.

Pavillon Italien

Vietnam Show um 11 Uhr

Baum des Lebens

Marocco National Day: 23.05.2015

Viel Spaß beim Expo 2015!

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